Tabletten zum Abnehmen

Seit einigen Jahren existieren auf dem Markt Tabletten, die das Abnehmen erleichtern sollen. Hierzu gehören beispielsweise Reductil oder Xenical.
Reductil, welches ursprünglich von BASF als Antidepressivum hergestellt wurde, wurde wegen zu geringer Wirkung doch nicht auf den Markt gebracht. Als Tabletten zum Abnehmen schienen sie bestens geeignet, da im Verlaufe der klinischen Studien dem Hersteller gewichtsreduzierenden Eigenschaften auffielen, was anschließend genauer untersucht wurde.
Der Wirkstoff von Reductil ist das Sibutramin. Dieses greift, wie frühere Appetitzügler, in den Stoffwechsel des Gehirns ein, genauer gesagt beeinflusst Reductil die Verfügbarkeit der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin. Anders als die inzwischen verbotenen Appetitzügler Ponderax und Isomeride setzt es die Botenstoffe aber nicht frei, sondern hemmt deren Wiederaufname durch die Nerven.
Xenical reiht sich als weitere Tablette zum Abnehmen ein. Das Medikament wird von der Firma La Roche hergestellt und ist seit 1998 in Europa zugelassen.
Xenical setzt mit seinem Wirkstoff Orlistat bei der Fettverdauung an.
Orlistat hemmt das im Darm vorkommende fettspaltende Enzym, die Lipase, so dass lediglich 60% der aufgenommenen Fette verdaut werden können. Der Rest wird aus dem Körper ausgeschieden, ohne verdaut zu werden.
Ein Mikronährstoff, dessen Bedeutung lange Zeit unterschätzt wurde, ist die vitaminähnliche Verbindung L-Carnitin. L-Carnitin fungiert bei dem Transport langkettiger Fettsäuren zu den Mitochondrien, wo Sie in Energie umgewandelt werden. Im Anschluss wirkt L-Carnitin als Antioxidanz: Stoffe die während des Fettabbauprozesses angefallen werden abtransportiert, so dass eine Ablagerung toxischer Verbindungen in den Mitochondrien verhindert wird. Ein Mangel an Mikronährstoffen entsteht schleichend in Folge einer andauernden Unterversorgung.
Tabletten zum Abnehmen zeigen ihre Wirkung aber erst mit einer fettreduzierten Ernährung und möglichst körperlicher Bewegung. Das heißt, das Wundermittel zum Abnehmen gibt es natürlich nicht, man muss neben der Einnahme selbst etwas tun, sonst ist man über Kurz oder Lang dem YoYo-Effekt ausgeliefert.
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